Pädagogik (EF-Q2)
„Da wird doch nur über Kinder und Erziehung geredet!“
„Das ist ein reines Laberfach“
Das sind Vorurteile, die dem Fach Pädagogik seit jeher zugeschrieben werden. Gerade in der postmodernen, pluralistischen Gesellschaft birgt das Fach Pädagogik jedoch einen großen Mehrwert für die SchülerInnen.
Sie lernen, zu verstehen, welche Möglichkeiten und Grenzen das menschliche Denken und Handeln haben, und erhalten Einsicht in gesellschaftlich wirksame Strukturen sowie Prozesse, an denen sie auf Grundlage des demokratisch verfassten Gemeinwesens mitwirken sollen. Es geht um die Bildung einer reflektierten pädagogischen Kompetenz, die durch die Erarbeitung von Erziehungs- und Bildungsprozessen gefördert wird. Daneben wird auch die wissenschaftliche Methodik durch strukturierte Textarbeit und -auswertung eingeübt.
Eine Stärke des Faches ist die ständige Möglichkeit für die SchülerInnen, die Inhalte auf sich selbst zu beziehen und dieses Wissen auch zukünftig in ihrem Leben fruchtbar zu nutzen. Dabei ist ein wichtiges Inhaltsfeld die Entwicklung der Identität mit besonderem Fokus auf die Entstehung von Gewalt. Den SchülerInnen werden bei diesem Themenkomplex Zusammenhänge deutlich, die sie direkt betreffen.
Durch die Auseinandersetzung mit der ‚Pädagogik‘ in der NS-Zeit oder der Moralentwicklung (nur zwei Beispiele, die Liste kann fast beliebig fortgeführt werden!) kann stets ein aktueller Bezug zu gesellschaftlichen Entwicklung gezogen werden, was das Fach in seiner Relevanz für die Lebenswelt und Zukunftsbedeutung für die SchülerInnen forciert.