Berufsorientierung

Die Schule ist der zentrale Ort für die frühe Berufsorientierung junger Menschen. Zusammen mit den Eltern unterstützen wir die Jugendlichen in dieser sensiblen Lebensphase dabei, ihren beruflichen Orientierungsprozess aufzunehmen. 

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler bei der Planung ihres beruflichen Lebensweges zu begleiten, ihnen Berufs- oder Studienmöglichkeiten aufzuzeigen und sie individuell zu beraten. Die Berufs- und Studienorientierung für jede Schülerin und jeden Schüler ist angelehnt an das Landesvorhaben  “Kein Abschluss ohne Anschluss” (KAoA), das ab der 8. Jahrgangsstufe in NRW durchgeführt wird. Die Standardelemente zur Berufsorientierung bauen dabei systematisch aufeinander auf.

Ausführliche Informationen zum Übergangssystem KAoA finden Sie hier.

Den Flyer mit den aktuellen Terminen zur Berufsorientierung finden Sie hier.

Ansprechpartner

Christine Kolenda

Studien-  und Berufswahlkoordinatorin Sek I und Sek II 

christine.kolenda(at)ge-hsw.de 

Silvia Gora

Studien-  und Berufswahl Sek I

silvia.gora(at)e-hsw.de

Pascal Niehus 

Studien-und Berufswahl Sek II

pascal.niehus(at)ge-hsw.de 

Berufsorientierung

 Sekundarstufe I

Girls‘ und Boys‘ - Day         

Ein Zukunftstag für Mädchen und Jungen 

Created with Sketch.

Um einen möglichst breit gefächerten Überblick über die Berufsfelder zu erhalten, haben die Schüler*innen jahrgangsübergreifend ab der 7. Klasse die Möglichkeit am Girls‘ und Boys‘ - Day teilzunehmen. Ziel des Zukunftstages für Mädchen und Jungen ist, dass sie hinsichtlich der Berufsorientierung nicht in den üblichen Geschlechterklischees stecken bleiben und für einen Tag in eher geschlechteruntypische Berufsfelder hinein schnuppern. 

Portfolioinstrument Berufswahlpass 

Created with Sketch.

Im Rahmen der Potenzialanalyse erhalten alle Schülerinnen und Schüler der achten Klasse den Berufswahlpass NRW, der sie bis zum Ende ihrer Schullaufbahn begleitet. Mit dem Berufswahlpass erhalten sie einen Überblick über den Prozess der Beruflichen Orientierung und dokumentieren dessen zentrale Inhalte. Sie reflektieren Erfahrungen, Ergebnisse und Erkenntnisse im Hinblick auf den eigenen Standort und erkennen eigene Kompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre eigenen Interessen, Neigungen, Wünsche und Ziele zu formulieren und entwickeln so eine Berufswahlkompetenz, die ihnen hilft, reflektierte Entscheidungen zu ihrem weiteren (beruflichen) Lebensweg zu treffen.

Berufsparcours in Harsewinkel 

Created with Sketch.

Jeweils am ersten Mittwoch im März findet jedes Jahr der Harsewinkeler Berufsparcours in der Mehrzweckhalle statt. Nicht über Berufe reden, sondern sie erlebbar und begreifbar zu machen, ist das Ziel des Berufsparcours, der unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin Frau Amsbeck-Dopheide steht und vom „Arbeitskreis Übergang Schule - Beruf Harsewinkel“ organisiert wird. 

An diesem Tag erhalten unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 die Möglichkeit, unterschiedliche Ausbildungsberufe kennen zu lernen. Die rund 70 beteiligten Unternehmen stellen rund 100 Ausbildungsberufe vor und  bieten typische und einfache Übungsaufgaben an, die die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung bearbeiten. So können sie verschiedene Berufe praktisch ausprobieren und erhalten eine erste Orientierungshilfe. Die Betriebe haben andererseits durch den direkten Kontakt die Möglichkeit, die Jugendlichen zu einem Schnuppertag einzuladen oder ein Praktikum anzubieten. 

Der Berufsparcours findet in Kooperation mit dem Gymnasium Harsewinkel und der Von-Zumbusch-Gesamtschule Herzebrock-Clarholz statt.

Jahrgang 8: Potenziale entdecken und Berufsfelder erkunden 

Created with Sketch.

Potenzialanalyse

„Was kann ich richtig gut?“ In der Potenzialanalyse erkunden Jugendliche zunächst ihre persönlichen Stärken, bevor sie in den Berufsfelderkundungstagen  konkrete Berufe ausprobieren. Die Potenzialanalyse legt junge Menschen nicht auf eine bestimmte berufliche Richtung fest, sondern öffnet ihren Blick für Möglichkeiten. Bei der eintägigen Potenzialanalyse werden durch handlungsorientierte Einzel-, Team- und Partnerübungen individuelle Stärken und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler deutlich. Dabei geht es selbstverständlich noch nicht um konkrete Berufsempfehlungen, sondern um das Erkennen von Potenzialen und Interessen. Die Schülerinnen und Schüler tanken Selbstbewusstsein 

 

Die eintägige Potenzialanalyse ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend und wird klassenweise im ersten Halbjahr des Jahrgangs 8 bei unserem Kooperationspartner INTAL gGmbH in Halle durchgeführt. 

 

Auswertungsgespräche

 
Im Anschluss an die Potenzialanalyse erfolgt zwei Wochen später ein Feedbackgespräch. Viele Jugendliche erleben dieses Gespräch als besondere Wertschätzung, da es hier in erster Linie um ihre individuellen Stärken geht. Die systematische Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdeinschätzung ermöglicht Selbstreflexion; das soll bei den Jugendlichen die Bereitschaft wecken, die Gestaltung ihrer Berufsbiografie selbst in die Hand zu nehmen. Die Teilnahme der Eltern bei diesen Auswertungsgesprächen ist ausdrücklich erwünscht. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse werden schriftlich dokumentiert.

 

Berufsfelderkundung

 
Die Ärmel hochkrempeln und verschiedene Berufe selbst ausprobieren – darum geht es in den Berufsfelderkundungstagen. Damit die Schülerinnen und Schüler frühzeitig einen Einblick in die Berufswelt erhalten und erste praktische Erfahrungen sammeln, erkunden sie im zweiten Schulhalbjahr des Jahrgangs 8 drei Berufsfelder an drei Tagen in unterschiedlichen Bereichen. 

Grundsätzlich sollen sich die Schülerinnen und Schüler selbst um einen Praktikumsplatz bemühen. Kleine, mittlere und große Unternehmen haben dann schon die Möglichkeit, interessierte Jugendliche kennenzulernen und sie über Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu informieren. Zusätzlich stehen den Jugendlichen Plätze zur Verfügung, die über die Schule vermittelt werden. Auch der Übergangscoach der Schule (Christiane Michael) und die Studien- und Berufswahlkoordinatorin (Christine Kolenda) stehen selbstverständlich mit Tipps und Ratschlägen zur Verfügung. Im elterneigenen Betrieb sollte der Erkundungstag nicht durchgeführt werden, er kann aber durchaus in Betrieben oder Einrichtungen erfolgen, in denen ein Elternteil tätig ist.

 

Zusätzlich stehen uns für die Schülerinnen und Schüler, die lieber an trägergestützten Berufsfelderkundungen teilnehmen möchten, einige Plätze in den Werkstätten des Ravensberger Jugendbildungshauses in Halle zur Verfügung. Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeit, unter Anleitung geschulter Ausbilder drei verschiedene Berufsfelder zu erkunden, die sie sich vorher aus verschiedenen Bereichen ausgewählt haben.

 

Dieses Standardelement knüpft an die Potenzialanalyse an und ist für viele Schülerinnen und Schüler ein erster, positiver Kontakt mit der Berufswelt

Jahrgang 9: Praxis der Arbeitswelt kennenlernen und erproben 

Created with Sketch.

Thementage „Berufe und mehr“

 

Zu Beginn des 9. Schuljahres finden die Thementage „Berufe und mehr“ statt. Das sind vier Projekttage, an denen

 

  • die Schülerinnen und Schüler ein Bewerbertraining mit unseren Kooperationspartnern (Volksbank eG und Sparkasse Gütersloh-Rietberg) absolvieren
  • Berufsberater der Agentur für Arbeit das BiZ (Berufsinformationszentrum) in Bielefeld vorstellen
  • ein Thementag zu Einstellungstests und Assessment Centern stattfindet
  • die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund besucht wird.


Das Bewerbertraining steht unter dem Motto „Der Weg zum eigenen Erfolg“ und umfasst u.a. die Bereiche „Die big five der Persönlichkeit“, „Umgangsformen mit Business Regeln“ und das Üben von Vorstellungsgesprächen. Das Training beginnt um 8 Uhr und endet um 14.30 Uhr.

Im Berufsinformationszentrum bzw. im Onlineportal BERUFENET erhalten die Schüler und Schülerinnen Informationen zu allen Ausbildungs- und Studienberufen.

Am Thementag werden Einstellungstests mit gängigen Aufgabenformaten bearbeitet und ein Assessment Center simuliert, sodass die Schülerinnen und Schüler entsprechend  auf diese Situationen vorbereitet sind.

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund präsentiert auf 13.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche Arbeitswelten von gestern, heute und morgen. Sie ist die ständige bildungsaktive Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. 

 

 

Schülerbetriebspraktikum 

 

Im Rahmen eines Betriebspraktikum setzen sich die Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum mit ihren eigenen Fähigkeiten und den betrieblichen Anforderungen auseinander.

 

Das dreiwöchige Praktikum findet jedes Jahr die letzten drei Wochen vor den Osterferien statt und ist für die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs verpflichtend. Um einen intensiveren Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen, suchen sie sich möglichst eigenständig einen ihren Interessen und Kompetenzen entsprechenden Praktikumsplatz. 

In verschiedenen Unterrichtsvorhaben im Fach Deutsch werden dafür Kenntnisse über das richtige Bewerben vermittelt. Bei auftretenden Problemen bei der Suche nach einem geeigneten Platz werden die Jugendlichen von unserem Übergangscoach Christiane Michael unterstützt. Betreut werden die Praktikantinnen und Praktikanten in der Regel von ihrem Klassenlehrerteam. 

 

Das Praktikum wird in den Klassenlehrerstunden ausführlich vor- und nachbereitet. Die anzufertigende Praktikumsmappe wird im Fach Deutsch als Klassenarbeit gewertet. Die in der Nachbereitung ausgewerteten Ergebnisse werden den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 8 zur Verfügung gestellt. 

 

Langzeitpraktikum in der Praxisklasse

Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 9, die akut abschlussgefährdet sind, haben in der Praxisklasse die Möglichkeit, einen Abschluss zu erreichen und die Chance auf einen direkten Übergang von der Schule in eine Ausbildung. Voraussetzung ist die Zustimmung der Erzehungsberechtigten.

An zwei Tagen in der Woche arbeiten die Schülerinnen und Schüler in einem Betrieb, an drei Tagen in der Woche werden ihnen in der Schule die Basiskompetenzen in den Kernfächern vermittelt. Bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz werden sie von unserem Übergangscoach Christiane Michael unterstützt. Die Betreuung der Jugendlichen erfolgt durch das Klassenleitungsteam.

Jahrgang 10: Übergänge gestalten 

Created with Sketch.

Die Schülerinnen und Schüler strukturieren ihren Bewerbungsprozess. Sie erstellen schriftliche individuelle Bewerbungsunterlagen, bewerben sich online oder planen ihren Weg in die Oberstufe oder zum Berufskolleg. Hierbei werden sie durch das jeweilige Klassenleitungsteam, unseren Übergangscoach und die Bundesagentur für Arbeit unterstützt.

Individuelle Beratung: Bundesagentur für Arbeit  

Created with Sketch.

Neben regelmäßigen Informationsveranstaltungen haben die Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 die Möglichkeit, sich individuell von einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit beraten zu lassen. Die Sprechstunden finden monatlich in der Schule statt, die Termine werden von unserem Übergangscoach Christiane Michael koordiniert.

Infos zur Berufsorientierung in der gymnasialen Oberstufe